Immer mehr ich

Ich dachte lang, ich müsste suchen,

nach dem, was tief in mir versteckt.

In all den vielen Büchern,

bis sich mein wahres Selbst entdeckt.

Doch die Magie an diesem Wege

liegt gar nicht im Dazulernen drin.

Es ist das Ablegen

von dem, was ich gar nicht bin.

Es ist das Abstreifen der Hüllen,

der Erwartung, stets Rollen zu erfüllen,

Ein Entlernen, Schicht für Schicht.

Nicht mehr zu fragen: Wie sollte ich sein laut dir?

Sondern zu spüren, wo mein Licht

im Eigenen brennt – ganz nah bei mir.

Die Ecken, Kanten, unperfekt,

sind kein Versehen, kein Fehlerplatz.

In jedem Makel, der da steckt,

liegt mein ganz persönlicher Schatz.

Das „Immer-mehr-Ich-Werden“ ist kein Ziel,

an dem man ankommt und dann bleibt.

Es ist ein tiefes Leerwerden im Spiel,

das sanft die eignen Pfade schreibt.

Wo das Ego schmilzt und langsam geht,

bleibt nichts zurück als eigne Spur.

Ein tiefer Frieden, der dich trägt –

du musst nichts sein. Du bist es nur.

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das innere gleichgewicht

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Der innere Blick